Woobooks-Blog:
Mit Glaskolben gegen Atomwaffen

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Mit Glaskolben gegen Atomwaffen

Nadja Bascheck | 08. November 2020

Mit Glaskolben gegen Atomwaffen

Nadja Bascheck | 08. November 2020

 

 
Letzte Handgriffe vor der Eröffnung. Helmut Schweizer läuft durch den schmalen Ausstellungsraum. Die Künstlerloge steht voller Glaskolben und Flaschen, viele auf fragilen Eisenstelzen, befüllt mit giftig bunten Flüssigkeiten. An der Wand hängen ein paar Collagen.




Vernissage gegen das Bienensterben




Helmut Schweizer musste die Vernissage absagen. Trotzdem hat er in den letzten Tagen seine Installationen aufgebaut. Und wenn schon niemand die Loge betreten darf, so seine Idee, dann sollen die Menschen die Arbeiten wenigstens von außen sehen können. „Dann habe ich die Figuren so stellen können, dass sie relativ sperrig im Raum stehen und musste nicht darauf achten, Wege zu geben, an denen die Leute entlang können. Ich habe besonders auf Sicht gestellt“, sagt Helmut Schweizer.

Blogbeitrag
Das Thema Atomkraft zieht sich durch sein Werk

Von außen kann man gut hineinschauen, denn die Künstlerloge ist durchgehend verglast. Das ehemalige Pförtnerhaus grenzt an ein Hotel, eingebettet in ein Karree. Mit Schweizers Werken erinnert die Künstlerloge nun an ein Chemielabor. Um 17 Uhr gehen die Lampen an, der Raum erstrahlt in violettem Licht, die Glaskolben leuchten.
Der 74-jährige Helmut Schweizer setzt sich in seinen Arbeiten schon seit Studienzeiten mit atomarer Bedrohung auseinander. Ein Thema ist dabei zentral und zieht sich durch sein Werk: „Die Vorstellung, dass ich etwas machen wollte, was sich damit beschäftigt, dass die Welt, in der ich lebte, immer mehr von der Technik und Zivilisation zerstört wurde“, sagt der Künstler.
Es gibt wohl kaum etwas, das den Konflikt zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und Zerstörung von Mensch und Natur so gut symbolisiert wie die Atomkraft.

Metaphorische Arbeiten voller Anspielungen

Die Loge liegt direkt an einer dicht befahrenen Straße. Fußgänger bleiben kurz stehen und schauen neugierig hinein. Maria Anna Dewes, Bildhauerin aus Düsseldorf, betreut die Künstlerloge. Sie sagt: „Die Loge ist ja so konzipiert, dass sie immer von außen einsehbar ist. Deshalb hatten wir vermehrt in letzter Zeit darauf geachtet, dass hier installativ gearbeitet wird insofern, als dass die gesamte Loge, die künstlerische Arbeit und die Sicht von außen wichtig ist.“
Schweizers metaphorische Arbeiten sind voller Anspielungen und funktionieren auch auf den ersten Blick assoziativ: Bei den Formen und Farben und in Kombination mit dem Titel "Hiroshima_Endlager" liegt der Gedanke an Atomkraft und Zerstörung nahe.
Einige Arbeiten sind prozesshaft, etwa das „Zwischenlager“, wie Schweizer es nennt: Drei Glaskolben, die über einer Plastikwanne hängen. Gefüllt mit gelber Gelatine, angestrahlt von UV-Leuchten. Mit der Zeit tropft die Gelatine in die Wanne. Ein Zerfallsprozess, der schon am ersten Abend sichtbar wird.

Letzte Handgriffe vor der Eröffnung. Helmut Schweizer läuft durch den schmalen Ausstellungsraum. Die Künstlerloge steht voller Glaskolben und Flaschen, viele auf fragilen Eisenstelzen, befüllt mit giftig bunten Flüssigkeiten. An der Wand hängen ein paar Collagen.




Vernissage gegen das Bienensterben




Helmut Schweizer musste die Vernissage absagen. Trotzdem hat er in den letzten Tagen seine Installationen aufgebaut. Und wenn schon niemand die Loge betreten darf, so seine Idee, dann sollen die Menschen die Arbeiten wenigstens von außen sehen können. „Dann habe ich die Figuren so stellen können, dass sie relativ sperrig im Raum stehen und musste nicht darauf achten, Wege zu geben, an denen die Leute entlang können. Ich habe besonders auf Sicht gestellt“, sagt Helmut Schweizer.

(Original unter www.deutschlandfunkkultur.de)
Blogbeitrag
Das Thema Atomkraft zieht sich durch sein Werk

Von außen kann man gut hineinschauen, denn die Künstlerloge ist durchgehend verglast. Das ehemalige Pförtnerhaus grenzt an ein Hotel, eingebettet in ein Karree. Mit Schweizers Werken erinnert die Künstlerloge nun an ein Chemielabor. Um 17 Uhr gehen die Lampen an, der Raum erstrahlt in violettem Licht, die Glaskolben leuchten.
Der 74-jährige Helmut Schweizer setzt sich in seinen Arbeiten schon seit Studienzeiten mit atomarer Bedrohung auseinander. Ein Thema ist dabei zentral und zieht sich durch sein Werk: „Die Vorstellung, dass ich etwas machen wollte, was sich damit beschäftigt, dass die Welt, in der ich lebte, immer mehr von der Technik und Zivilisation zerstört wurde“, sagt der Künstler.
Es gibt wohl kaum etwas, das den Konflikt zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und Zerstörung von Mensch und Natur so gut symbolisiert wie die Atomkraft.

Metaphorische Arbeiten voller Anspielungen

Die Loge liegt direkt an einer dicht befahrenen Straße. Fußgänger bleiben kurz stehen und schauen neugierig hinein. Maria Anna Dewes, Bildhauerin aus Düsseldorf, betreut die Künstlerloge. Sie sagt: „Die Loge ist ja so konzipiert, dass sie immer von außen einsehbar ist. Deshalb hatten wir vermehrt in letzter Zeit darauf geachtet, dass hier installativ gearbeitet wird insofern, als dass die gesamte Loge, die künstlerische Arbeit und die Sicht von außen wichtig ist.“
Schweizers metaphorische Arbeiten sind voller Anspielungen und funktionieren auch auf den ersten Blick assoziativ: Bei den Formen und Farben und in Kombination mit dem Titel "Hiroshima_Endlager" liegt der Gedanke an Atomkraft und Zerstörung nahe.
Einige Arbeiten sind prozesshaft, etwa das „Zwischenlager“, wie Schweizer es nennt: Drei Glaskolben, die über einer Plastikwanne hängen. Gefüllt mit gelber Gelatine, angestrahlt von UV-Leuchten. Mit der Zeit tropft die Gelatine in die Wanne. Ein Zerfallsprozess, der schon am ersten Abend sichtbar wird.

 
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